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vor 2 Jahren · von · Kommentare deaktiviert für Wenn es darauf ankommt, dann zahlen Versicherung eh nicht – ist diese Aussage wahr oder eher eine Floskel?

Wenn es darauf ankommt, dann zahlen Versicherung eh nicht – ist diese Aussage wahr oder eher eine Floskel?

Wer berufsunfähig wird, der hat schon genug mit einer Erkankung zu kämpfen. Daher sollte es in solch einem Fall nicht an den Finanzen scheitern, das Leben weiter genießen zu können.

Das Analysehaus Franke Bornberg hat sich mit dieser Frage im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeit befasst und bei fünf Versicherungsunternehmen Stichproben zur Leistungsbearbeitung gezogen. Dabei wurden je Versicherung 125 Leistungsfälle, also insgesamt 625,  anonymisiert und ausgewertet. Es handelt sich dabei aus Leistungsfälle aus dem Jahr 2018, die im November 2019 ausgewertet wurden.

80 Prozent der Leistungsfälle wurden anerkannt

Die Versicherer haben von den gemeldeten Leistungsfällen 80 Prozent anerkannt, im Vorjahr wurden 83 Prozent anerkannt. Klar zu erkennen ist, dass Leistungsfälle bei Versicherten zwischen 46 und 58 Jährigen häufiger anerkannt wurden als bei jüngeren Versicherten. Diese Ausprägung sei vor allem auf die vorvertragliche Anzeigepflicht (§19 ff VVG) zurückzuführen. Eine wichtige Erkenntnis aus der Untersuchung ist, das Franke Bornberg keine Anhaltspunkte für systematische Leistungsverweigerung feststellen konnte.

Folgende Gründe lagen für die Ablehnung der Versicherungsleistung vor

55,0 Prozent – Medizinische Ablehnung (Berufsunfähigkeitsgrad nicht erreicht)

25,5 Prozent – Anfechtung, Rücktritt (z.B. Verletzung der Vorvertraglichen Anzeigepflicht)

11,7 Prozent – Prognosezeitraum nicht erfüllt

0,6 Prozent – Ausschlusstatbestand (z.B. bedingungsgemäßer Vorsatz)

3,4 Prozent – Ausschlussklausel (z.B. auf Grund einer Vorerkrankung bei Abschluss)

2,4 Prozent – konkreten, abstrakte Verweisung Umorganisation

1,7 Prozent – Sonstige Gründe

Diese Krankheiten führten zur Anerkennung der Leistung

19,11 Prozent – Bösartige Neubildungen

26,64 Prozent – Psychische Krankheiten und Verhaltensstörungen

7,23 Prozent- Krankheiten am Kreislaufsystem

23,76 Prozent – Krankheiten des Muskel-Skelett-System und Bindegewebe

6,31 Prozent – Unfälle

16,95 Prozent – Sonstige Krankheiten

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