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vor 9 Monaten · von · Kommentare deaktiviert für Das Risiko berufsunfähig zu werden steigt bei jungen Frauen….

Das Risiko berufsunfähig zu werden steigt bei jungen Frauen….

Die Deutsche Aktuarvereinigung (DAV), in der sich die Versicherungsmathematiker
zusammengeschlossen haben, hat Berufsunfähigkeitsfälle der letzten 20 Jahre ausgewertet. Wie
sich herausstellte, hat sich das Risiko, vorzeitig wegen Krankheit oder Unfall den Beruf
aufgeben zu müssen, insbesondere für Frauen unter 40 Jahren erhöht – im
Betrachtungszeitraum um mehr als 30 Prozent. Primär geht dieser Anstieg auf psychische
Leiden zurück, die mittlerweile den Hauptgrund für einen erzwungenen verfrühten Ruhestand
darstellen.
Insgesamt beklagen die Aktuare eine anhaltende Sorglosigkeit bei den Berufstätigen in
Deutschland: „Die Menschen versichern ihr Smartphone, aber nicht ihre Arbeitskraft und damit
ihre Existenzgrundlage“, bringt der DAV-Vorstandsvorsitzende Dr. Herbert Schneidemann die
Lage auf den Punkt und warnt eindringlich: „Ohne eine entsprechende Absicherung sind das für
die meisten kaum zu kompensierende Einschnitte im Haushaltseinkommen, und für
Alleinverdiener oder Singles kann das sogar den Ruin bedeuten.“ Im Jahr 2019 verfügten nur
rund 17 Millionen der 45 Millionen Erwerbstätigen in Deutschland über eine
Invaliditätsabsicherung.

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vor 1 Jahr · von · Kommentare deaktiviert für Long-CoVid – Welche Versicherung ist zu adressieren?

Long-CoVid – Welche Versicherung ist zu adressieren?

Bildquelle: Pixabay.com

Die Nachrichten sind voll von Berichten zum Long-Covid Syndrom – so kommt es, dass wir viele Anfragen bekommen, welche Versicherung hier anzusprechen ist und wie der Bedarf gedeckt werden kann.

Das Thema Long-CoVid ist jedoch etwas tiefer als nur der Geschmacksverlust, nach einer Umfrage in Leistungsabteilungen bei den einschlägigen Biometrieversicherern häufen sich die Leistungsanträge in der Berufsunfähigkeitsversicherung mit psychischen Dignosen. Der Dauerlockdown setzt vielen, Erwachsenen wie Kindern, zu. Depressionen und Angststörungen sind auf dem Vormarsch – diese würde ich auch als kollaterale Long-CoVid Erkrankungen bezeichnen. Doch das in den Nachrichten bezeichnete Long-CoVid Syndrom ist vorwiegend der Verlust des Geruchs- und Geschmackssinns. Welche Versicherung ist hier der richtige Adressat, wenn Du überhaupt vorgesorgt hast?

Unfallversicherung (UV)

Bei der Unfallversicherung muss per Definition ein plötzlich von außen unfreiwilliges & gesundheitsschädigendes Ereignis eingewirkt haben. Da es sich bei Long-CoVid um die Einwirkung eines Virus gehandelt hat, ist die Erkrankung grundsätzlich von innen entstanden, somit trifft die Definition nicht zu. Gleichwohl kennen Unfallversicherungen die Leistungserweiterung „Infektionskrankheiten“. Hier ist also die Klausel darauf zu prüfen, ob CoVid-19 als Infektionskrankheit anerkannt ist bzw. ob ein offener oder geschlossener Infektionskrankheiten-Katalog vorhanden ist (mir ist bisher, Stand 10.05.2021, keine ausreichende Formulierung vorgelegt worden).

Berufsunfähigkeitsversicherung (BU)

Bei der Berufsunfähigkeitsversicherung sollte in einem guten Vertragswerk Dein akueller Beruf versichert sein – dann bist Du versichert, wenn Du Deinen Beruf mehr als 6 Monate infolge Krankheit, Körperverletzung, Pflegebedürftigkeit oder Kräfteverfalls zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kannst. Wer also wegen der Psyche z.B. a.G des andauernden Lockdowns und der damit verbundenen Überbelastung berufsunfähig wird, der sollte bei seiner Berufsunfähigkeisversicherung einen Leistungsantrag prüfen lassen. Doch wie sieht das mit dem Geschmacks- und Geruchssinn aus? Der Maurer ist beruflich nicht auf seinen Geschmacks- oder Geruchssinn angewiesen – also würde hier die BU eher nicht greifen. Wer aber z.B. Koch, Konditor oder Bäcker ist, der sollte schon seine Versicherung anschreiben – denn ein gutes Essen oder Gebäck muss abgeschmeckt sein und somit ist diese Fähigkeit wesentlicher Bestandteil des Berufes.

Grundfähigkeiten (GF)

Ist Riechen und Schmecken eine Grundfähigkeit? Nun, hier kommt es auf den Versicherer und das angebotene Vertragswerk an. In der Grundfähigkeitenversicherung erkennen einige Versicherer diese Fähigkeit als Leistungsauslöser an und andere wieder nicht. Daher kommt es, wie immer, auf das Kleingedruckte an! Folgende Formulierung habe ich für Dich gefunden:

Die versicherte Person kann nicht mehr

  • Menthol oder Essig riechen
  • Glucose under Zitronensäure schmecken und
  • ein wissenschaftlich anerkannter Test belegt den Verlust des Geruchs- und Geschmackssinnes. Dieser Test kann eine Elektroenzephalographie sein.

Wichtig ist, dass beide Fähigkeiten verloren bzw. eingeschränkt sein müssen.

Fazit

Wir erleben eine Pandemie, die neben Todesopfern auch Kollateralschäden und Langezeitfolgen mit sich bringt. Jetzt gilt es -mehr denn je – auf das Kleingedruckte zu schauen und, wenn möglich, Deinen Risikoschutz dauerhaft pandemiefest zu machen. Wichtig ist, darauf zu achten, dass wir gemeinsam Deinen Bedarf eingrenzen und klären, was ein vertretbares Ärgerniss ist und was Deine Lebensplanung, Deine finanzielle Selbstbestimmung gefährdet.

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vor 1 Jahr · von · Kommentare deaktiviert für Deckt die Unfallversicherung auch Impfschäden ab?

Deckt die Unfallversicherung auch Impfschäden ab?

Mögliche Nebenwirkungen und Folgeschäden von Impfungen beherrschen seit Monaten die
Schlagzeilen. Viele Verbraucher fragen sich – und ihre Makler und Versicherer – deshalb, wie es
um den (finanziellen) Schutz vor Impfschäden in der Unfallversicherung bestellt ist.
Generell stellt der Einschluss von Impfschäden die Ausnahme dar, wie der Gesamtverband der
Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mitteilt. Laut dessen Musterbedingungen sind
„Gesundheitsschädigungen durch Heilbehandlungen und sonstige Eingriffe am Körper der
versicherten Person vom Versicherungsschutz ausgeschlossen“. Allerdings bilden die
Musterbedingungen den Marktstandard immer nur mit Zeitverzögerung ab. Es gibt mittlerweile
durchaus eine Vielzahl von Versicherern, die Impfungen explizit in den Deckungsumfang
aufnehmen. Hier ist allerdings darauf zu achten, ob und welche Impfungen konkret in den
Bedingungen genannt werden. Die Immunisierung gegen Covid-19 ist bislang nur bei einer
Handvoll Anbieter explizit aufgeführt oder über eine nachträgliche Erweiterung versicherbar.

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vor 1 Jahr · von · Kommentare deaktiviert für Impfschaden Schutz in der Unfallversicherung

Impfschaden Schutz in der Unfallversicherung

Meine Gegendarstellung zur Berichterstattung aus “ die Neue Westfälische“ vom 11.02.2021

Bildquelle: Pixabay.com

Die Neue Westfälische berichtete am 11.02.2021 zum Thema Impf-Schadenversicherung. Hier wurde eine Juristin der Verbraucherzentrale NRW zitiert. Die Verbraucherzentrale rät laut der NW von einer Versicherung, die bei Impfschäden greift, ab und wirft der Versicherungsbranche ein Geschäft mit der Angst vor. Der Artikel bewegt mich dazu, eine Gegendarstellung zu formulieren, denn die Position der Verbraucherzentrale ist hier teilweise lückenhaft.

Ich gehe mit der Verbraucherzentrale konform, dass eine Berufsunfähigkeitsversicherung (BU) sicher den Königsweg der Arbeitskraftabsicherung darstellt. Gleichwohl ist diese Form der Absicherung nur einer begrenzten Personengruppe zugänglich. Wo bleiben die Senioren, die Kinder und die Personen, die bereits erwerbsunfähig sind (also besonders die Risikogruppen), die nicht mehr oder noch nicht in einem Beruf stehen? Die Unfallversicherung ist die älteste Form der Einkommenssicherung. Bereits um 1150 n. Chr. haben fachgenössische Vereinigungen ihre Mitglieder in Notfällen gegen Krankheit, Invalidität, im Alter und im Todesfall unterstützt. Man kann sagen, dass es sich hier um einen Vorläufer der heutigen Unfallversicherung handelt.

Das Infektionsschutzgesetz sieht eine Leistung  im Falle einer Gesundheitsschädigung und eines wirtschaftlichen Schadens vor – da die Unfallversicherung jedoch eine Summenversicherung ist, wird die Versicherungsleistung im Fall eines Impfschadens entsprechend des Bedarfs, den der Versicherungsnehmer bei Vertragsabschluss festgelegt hat, gezahlt. Sowohl das IfSG als auch die private Unfallversicherung, mit gutem Vertragsinhalt, sehen einen Impfschaden dann als Impfschaden an, wenn die gesundheitliche Beeinträchtigung über eine normale Impfreaktion hinausgeht. Zum Nachweis hat der EuGH am 21.06.2017 unter dem Az. C-621/15 festgestellt, dass ein Bündel von Indizien als Nachweis eines Impfschaden ausreicht und somit eine Beweiserleichterung einführt. Demnach ist die Nachweisführung weniger dramatisch, als die Verbraucherzentrale annimmt.

Das Geschäft mit der Angst – diese Form der Beratung lehne ich massiv ab. Selbstverständlich sprechen Versicherungsvermittler, gleich welcher Zulassung, über Lebensrisiken und dass so auch die Ängste besprochen werden, liegt in der Natur der Sache. Die Versicherungsbranche musste im Rahmen der Betriebsschließung massive Kritik tragen, weil zu wenig über die vertraglichen Inhalte der Police gesprochen wurde. Jetzt, wo im Rahmen der Unfallversicherung eine Aufklärung stattfindet, redet man vom Geschäft mit der Angst. Als Versicherungsmakler habe ich eine sozialpolitische Aufgabe, diese ist zzt. mit dem Virus in einem großen Spannungsfeld. Auf der einen Seite sehe ich es neben meiner beruflichen Pflicht auch als meine bürgerliche Pflicht an, den Menschen Lösungen zu bieten und auf der anderen Seite möchte ich einen Teil dazu beitragen, dass eine größere Impfbereitschaft entsteht. In meiner beruflichen Kompetenz liegt es, den Menschen wirtschaftliche Sorgen zu nehmen und das geht in der Breite mit einer Unfallversicherung. In Einzelfällen muss das mit dem Mandanten individuell erörtert werden, dies gilt auch bei einer Berufsunfähigkeitsversicherung. Daher mein Vorschlag: Lasst uns miteinander sprechen, statt gegeneinander, denn im Kern wollen wir alle das Gleiche, den Menschen Lösungen bieten.

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vor 1 Jahr · von · Kommentare deaktiviert für Corona Wars – die Neue Hoffung.

Corona Wars – die Neue Hoffung.

Wer haftet bei Impfschäden? – Auf Nummer sicher gehen mit der richtigen Unfallversicherung!

Bildquelle:TheDigitalArtist | Pixabay.com

Seit Ende Dezember 2020 ist der erste Impfstoff aus dem Hause Pfizer/Biontech von der EU zugelassen und bereits am 06.01.2021 steht ein weiterer Impfstoff zur Verfügung. Jeder hat zum Impfen seine eigene und höchst persönliche Meinung, die Aufgaben des Versicherungsmaklers liegt darin, Versicherungsschutz auf potenzielle Gefahren anzupassen. Die Gefahr liegt hier bei der Neuartigkeit des Impfstoffes, dem mRNA-Impfstoff! Im Gegensatz zum Vektorimpfstoff, bei dem abgetötete Erreger zum Einsatz kommen, werden bei einem mRNA-Impfstoff Botenstoffe in den Köper gespritzt, die der Abwehr des Virus dienen (Die genaue Wirkweise erfragen Sie bitte bei einem Mediziner). Wenn diese Art der Impfungen sich als erfolgreich erweisen, dann stehen uns viele weitere Lebensjahre bevor. Denn die Impfung kann auch gegen Krebs oder HIV eingesetzt werden – das sind geradezu fantastische Aussichten – was natürlich auch Auswirkungen auf die demographische Entwicklung haben wird. Doch dazu später mehr, an dieser Stelle will ich einmal auf Impfschäden als Unfallereignis eingehen.

Jeder Körper, jedes Immunsystem ist anders und reagiert damit auch anders auf Impfungen – es kann also auch zu unerwünschten Nebenwirkungen kommen – und wer haftet dann in welcher Form? Diese Frage kann recht einfach gelöst werden, ehe Du einen langen Rechtsstreit mit der Pharma oder dem Gesundheitsministerium eingehen musst, denn:

Kommt es zu bleibenden Schäden auf Grund einer Impfung, kann die private Unfallversicherung Dein Ansprechpartner sein. Doch aufgepasst! Das Kleingedruckte ist hier mit der Lupe zu untersuchen – denn nur 12 Versicherer bieten eine sogenannte offene Impfschaden-Klausel an. Doch was bedeutet offen?

Beispiel:

Versicherer A (geschlossen)Versicherer B (offen)
Als Unfallereignis gelten auch Gesundheitschädigungen durch Schutzimpfungen, der versicherten Infektionskrankheiten gem. Nr. 3.1 und Nr. 3.2Als Unfallereignis gelten auch  Gesundheitsschäden durch Schutzimpfungen.
Nr. 3.1

Borreliose,
• Brucellose,
• Cholera,
• Diphtherie,
• Dreitagefieber,
• Echinokokkose,
• Fleckfieber,
• Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME),
• Gelbfieber,
• Gürtelrose,
• Keuchhusten,
• Lepra,
• Malaria,
• Masern,
• Mumps,
• Paratyphus,
• Pest,
• Pfeiffersches Drüsenfieber,
• Pocken,
• Röteln,
• Scharlach,
• Schlafkrankheit,
• spinale Kinderlähmung,
• Tollwut,
• Tuberkulose,
• Tularämie,
• Typhus,
• Windpocken,
• Wundstarrkrampf

Diese Auflistung ist abschließend.

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vor 1 Jahr · von · Kommentare deaktiviert für Die Schaden Kostenquote

Die Schaden Kostenquote

Quelle: Pixabay

Wenn Du im Monat 2.500,00 EUR Einkommen hast und jeden Monat 2.600,00 EUR ausgibst, dann ist Dein Konto zwangsläufig in den roten Zahlen und Du musst sparen, Erspartes auflösen, den Beruf wechseln oder mit dem Chef in die Lohn-Gehaltsverhandlung gehen. Wenn das bei Versicherungen passiert, dann muss der Versicherer auch reagieren.

Definiton Schaden Kostenquote

Die Combined Ratio (Schaden Kostenquote) bezeichnet in der Versicherungswirtschaft das Verhältnis von Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb (Betriebskosten) und den Versicherungsleistungen zur abgegrenzten Prämie. Eine geringe Combined Ratio ist daher positiv zu bewerten – eine hohe Combined Ration ist negativ zu berwerten. Überschreitet die Combined Ration die 100% Hürde, dann ist das ein Alarmzeichen.

Versicherer haben dann einige Mittel die Quote zu verbessern, dazu gehören unter anderem:

  • Anpassung der Beiträge
  • Bestandssanierung (z.B. Kündigung schadenträchtiger Verträge)
  • mobilisierung von Rückstellungen
  • Erneuerung von Versicherungstarifen
  • strengere Leistungspflichtprüfung

Für einen Versicherungsnehmer der auch auf Nachhaltigkeit setzen will ist die Schaden Kostenquote bedeutsam.

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vor 2 Jahren · von · Kommentare deaktiviert für Personenversicherung – mit einer guten Risikovorprüfung zum perfekten Versicherungsschutz

Personenversicherung – mit einer guten Risikovorprüfung zum perfekten Versicherungsschutz

Private Krankenversicherung, Berufsunfähigkeitsversicherungen, Risikolebensversicherungen haben eins gemeinsam, Du musst bei den Versicherungen Fragen zu Deinem Gesundheitsstatus beantworten. An dieser Stelle gilt es auch einmal darauf hinzuweisen,  dass der Mensch ein fortlaufender Zerfallsprozess ist, der sich nach hinten beschleunigt. Aus dieser Tatsache wächst der Sinn, die eigene Person möglichst früh zu versichern. Wer schon das ein oder andere Wehwehchen hatte muss jetzt nicht alle Hoffnung verlieren – wir prüfen einmal die Versicherungsmöglichkeit vor.

Wenn schon das ein oder andere Wehwehchen da ist, was kann passieren?

Nun Versicherungen haben, da wir über privatrechtliche Verträge sprechen ein paar Gestaltungsmöglichkeiten. Es kann also je nach Schwere natürlich zu einer Ablehnung von Versicherungsschutz kommen. Das ist dann für uns der Grund nach alternativen zu gucken. Der Versicherer kann den Antrag auf Versicherungsschutz zurückstellen, weil Du evtl. eine Fraktur gehabt hast, die noch nicht so lange abgeheilt ist. Dann will der Versicherer warten, wie der weitere Heilungsverlauf ist.

Je nach Beruf und Krankheitsbild gibt es noch den Risikozuschlag, den Leistungsausschluss oder halt die ganz normale Annahme.

Mir wurde mal gesagt, dass ich nicht alle Fragen die eine Versicherung stellt beantworten muss.

Naja, die Meschen reden viel. Im Kern ist die Aussage richtig, denn die Frage muss vom Antragsteller auch beantwortet werden können. Z.B. hat eine Versicherer vor einigen Jahren nach Herz- & Kreislauferkrankungen in Familie gefragt. Diese Frage kann der Antragsteller nicht korrekt beantworten, da die medizinische Schweigepflicht vorhanden ist und auch Familienangehörige nicht über ihren Gesundheitszustand berichten müssen. Doch diese Fragen sind echte Exoten, die Versicherer wissen schon, was gefragt werden darf und was nicht. Kommt ein Versicherer mit unzumutbaren Fragen schreitet ein Versicherungsmakler schon ein.

Also, sind alle Fragen grundsätzlich erstmal zu beantworten und die Fragen sind richtig zu beantworten.

Risikovoranfrage und das Hinweis- und Informationssystem.

Du stellst Dir die Frage, ob Du Versicherungsschutz für zum Beispiel eine Risikolebensversicherung bekommen kannst, weil Du aber schon öfters beim Arzt gewesen bist scheust Du Dich Versicherungen nach dem besten Angebot abzuklappern. Da kommt Dir der Service eines Versicherungsmaklers entgegen. Hier wird mit einer Risikovoranfrage gearbeitet. Wir nehmen Deine Gesundheitsangaben auf, bitte Vollständig, und leiten diese an Versicherungen weiter die für Dich in Betracht kommen.

Der Versicherer prüft die Angaben und gibt eine Einschätzung ab, an die er sich in der Regel hält. Wichtig ist, das die Voranfrage vollständig ist. Werden beim echten Antrag noch Angaben ergänzt wird die ganze Vorarbeit zunichte gemacht und Versicherungen machen aus der Risikovorprüfung keine „never ending Story“

Die Risikovorprüfung hat einen ganz entscheidenden Vorteil, sie enthält keine Datenschutzerklärung. Somit muss der Versicherer Deine Gesundheitsdaten fristgerecht löschen und er darf keine Informationen an das Hinweis- und Informationssystem Informa senden. So bleiben Deine Daten auch bei Dir. Der Vorteil ist, das evtl. ein Versicherer eine Öffnungaktion anbietet und Deine Vorerkrankung die vorher zu einer Ablehung geführt hat gar nicht abgefragt wird. So bekommst Du dann Deinen Versicherungsschutz, den Du benötigst und auch wünscht.

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vor 2 Jahren · von · Kommentare deaktiviert für Welcher Versicherungsschutz ist für unsere 7.792 Gütersloher Auszubildenen wichtig?

Welcher Versicherungsschutz ist für unsere 7.792 Gütersloher Auszubildenen wichtig?

Pixabay.com | RAEng_Publications

Laut Strukturbericht der Pro Wirtschaft Gütersloh werden in 2.095 Ausbildungsbetrieben 7.792 Auszubildenden berufliche Fähigkeiten vermittelt. Die berufliche Ausbildung ist das Fundament eines selbstbestimmten Lebens, doch es können Ereignisse eintreten die diese Selbstbestimmung zunichtemachen und genau hierfür gibt es Versicherungen. Diese können am Bankschalter, beim Versicherungsvertreter oder beim Versicherungsmakler in Gütersloh abgeschlossen werden. Doch welche Versicherungen sind für einen Azubi wichtig? Dieser Artikel soll den Bedarf der einzelnen Versicherungen näher bringen wir starten bei der Pflichtversicherungen, existenziellen Versicherungen und kommen dann möglichen (nice to have) Versicherungen mit speziellen Lösungen.

Krankenversicherung (pflicht)

Die Krankenversicherung ist eine Pflichtveranstaltung – sicher haben hier schon Vertreter der AOK (allgemeine Ortskrankenkassen), BKK (Betriebskrankenkassen), IKK (Innungskrankenkassen) oder EK (Ersatzkassen) den Kontakt zu Dir gesucht. Für welche Du Dich entscheidest, liegt weniger in unserem Beratungsbereich, da der Versicherungsmakler sich um privatrechtliche Versicherung kümmert. Die gesetzliche Krankenkasse wird für uns erst nach Deiner Ausbildung relevant, wenn es um Krankenzusatzversicherungen geht.

Arbeitskraft versichern (existenziell)

In Deiner Ausbildung ist wohl der letzte Gedanke der, das Du berufsunfähig werden kannst – und genau diesen Gedanken müssen wir als Versicherungsmakler ganz nach vorne stellen! Es hat schließlich auch keiner damit gerechnet, dass Schulen und Betriebe auf Grund einer Pandemie wie Corona schließen müssen – dennoch ging es an die existenz.

Ein Schutz bei Berufsunfähigkeit ist seit 2001 nicht mehr Gegenstand der gesetzlichen Rentenversicherung. Hier gibt es nur noch die Erwerbsminderungrente. Die Erwerbsminderungsrente teilt sich in die Volle Erwerbsminderung auf, das bedeutet Du kannst weniger als drei Stunden täglich irgendeinen, von Medizinern festgelegten, Beruf ausüben. Oder die teilweise Erwerbsminderungrente, die Du bekommst, wenn Du noch zwischen 3 und 6 Stunden irgendeinen Beruf ausüben kannst.

Die Mediziner stellen dabei nicht fest, ob Du in diesem Berufen überhaupt eine Chance zur Ausbildung hast und auch nicht ob Du weiter im Kreis Gütersloh bleiben kannst, weil die Berufsausbildung nur in einer anderen Stadt möglich ist.

Weiter hast Du wahrscheinlich seitens gesetzlicher Versicherungen ohnehin keinen Schutz aus der Erwerbsunfähigkeitsversicherung weil Du für einen Leistungsanspruch fünf Jahre in der gesetzlichen Rentenversicherung versichert gewesen sein musst. In diesen fünf Jahren müssen weiter mindestens drei Jahre Pflichtbeiträge gezahlt worden sein. Das ist bei Azubis in aller Regel nicht der Fall. (in seltenen Fällen können diese Zeiten und Pflichtbeiträge durch Ferienjobs doch erfüllt sein)

Die Berufsunfähigkeitsversicherung begleitet Dich ein ganzes Berufsleben. Hier wird die Leistung fällig, wenn Du Deinen Beruf zu mindestens 50% nicht mehr ausüben kannst. – die 50 % Regel ist üblich, es gibt auch andere Varinaten. Je früher Du in diese Absicherung einsteigst, desto günstiger ist Deine monatliche Belastung. Denn der Preis ist abhängig vom Alter bei Beginn der Versicherung, evtl. Vorerkrankungen und dem gewählten Beruf sowie der Versicherungsdauer. Für Azubis gibt es Sonderlösungen mit ermäßigtem Anfangsbeitrag.

Haftpflichtversicherung (Existenziell)

Die Haftpflichtversicherung ist ebenfalls eine existenzieller Versicherungsschutz, hier geht es nicht um Schäden die Dich selbst betreffen, sondern um Schäden die Du auf Grund einer Unachtsamkeit anderen Zugefügt hast (Handy des Kumpel fallen lassen und die Spider-App ist installiert) Auch kleine Schäden können bei einer durchschnittlichen Ausbildungsvergütung ein tiefes Loch ins Budget reißen. Gehen wir weg vom kleinen Schaden zum großen Schaden. Du krachst beim Radfahren mit einem Fußgänger zusammen, der sich schwere verletzungen zuzieht. Hier Tritt eine Haftpflichtversicherung für den Sachschaden (z.B. kaputte Kleidung), den Personenschaden (z.B. medizinische Behandlungen) und dem unechten Vermögensschaden (z.B. Verdienstausfall oder Renten) ein.

So wichtig die Haftpflichtversicherung auch ist, es gibt Wege diesen Versicherungsschutz über Deine Eltern zu erhalten – wenn Du noch in der Ausbildung bist. Hier gilt es in das Kleinegedruckte zu schauen und ggf. eine Wording beim Versicherer einzuholen.

Hausratversicherung (wenig relevant)

In vielen Fällen lebst Du als Auszubildender noch bei Deinen Eltern, diese Situation macht die Hausratversicherung für Azubis überflüssig. Wer jedoch von außerhalb in Gütersloh seine Berufsausbildung macht, bei dem sollte der Einzelfall geprüft werden. Hier kommt es auf die Wohnsituation (Wohngemeinschaft, eigene Wohnung, Studentenwohnung o.ä.) an.

Es gibt Versicherer die den ersten eigenen Haushalt mit einer Summenbegrenzung und zeitlichen Begrenzung über den Versicherungsvertrag der Eltern mit einschließen. Andere Versicherer kennen solche Vertragsbestandteile nicht.

Unfallversicherung (nice to have)

Wenn Du eine Berufsunfähigkeitsversicherung abgeschlossen hast, dann ist auch der Unfall ein Leistungsauslöser. Aber Achtung, die Berufsunfähigkeitsversicherung zahlt Dir eine monatliche Rente, wobei die Unfallversicherung auf eine Invaliditätssumme im Rahmen einer Einmalzahlung ausgelegt ist. Bei handwerklichen Berufen und Hobbies mit einer besonderen Unfallgefahr, kann die Unfallversicherung wieder relevant werden. Daher nehmen wir diese in die Beratung auf, erörtern die Bedarf jedoch sehr genau.

Rentenversicherung (nicht relevant)

Selbstverständlich wird auch auf Dich eine Rentenproblem zukommen und der Faktor Zeit hat bei dem Aufbau einer auskömmlichen Lebensstandardsicherung eine besondere Auswirkung. Nur in der Ausbildung solltest Du besser erstmal kurzfristig sparen – die Altersvorsorge besprechen und planen wir dann, wenn Du die Ausbildung beendet hast.

Annexversicherungen

Es gibt versicherungen die Du evtl. nur befristet benötigst wie z.B. die Auslansdreiseversicherung oder Versicherungen die aus einer besonderen Lebenssituation wichtig sind, weil Du evtl schon verheiratet bist. Diese besonderheiten besprechen wir dann natürlich auch.

Deine Eltern

Oft haben Eltern bereits für Dich schon vorgesorgt, ohne das Du das weisst aus diesem Grund und weil Versicherungsberatung ein neues Gebiet für Dich ist, was eher wenig in der Schulbildung betrachtet wurde, freuen wir uns auch Deine Eltern zum Gespräch begrüßen zu dürfen. So können wir auch direkt klären wie es mit den Versicherungen aussieht die Dich, durch ein paar kleine Schreiben, weiter versichern.

Dir weiter viel Erfolg bei Deiner Ausbildung

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vor 2 Jahren · von · Kommentare deaktiviert für Warum die Klausel „Mitwirkungsanteil“ in einer Unfallversicherung wichtig ist – das zeigt ein Urteil des Bundesgerichtshof!

Warum die Klausel „Mitwirkungsanteil“ in einer Unfallversicherung wichtig ist – das zeigt ein Urteil des Bundesgerichtshof!

Verletzter Mann liegt auf der Couch und sieht fernsehen

Bei der Prüfung der Unfallleistung wird regelmäßig geprüft, ob evtl. Erkrankungen zum Unfallgeschehen mitgewirkt haben – der sogenannte Mitwirkungsanteil. In einfachen Unfallpolicen, kann dieser Mitwirkungsanteil dazu führen, dass kein Leistungsanspruch besteht, mindestens gekürzt wird – So geschah es jüngst einem Maler.

Der zur Revision angerufene der Bundesgerichtshof (BGH)  hatte hierzu das Urteil, des Berufungsgericht zu prüfen (IV ZR 125/18). Zum Sachverhalt, der Kläger (Versicherungsnehmer) hatte sich beim Heben von ca. 20 kg schweren Farbeimern einen Sehnenriss zugezogen. Der Unfallversicherer (Beklagter) erkannt das Unfallereignis grundsätzlich an. Weil der Kläger jedoch einige Jahre zu vor an einer Schultergelenks-Sprengung operiert wurde setzte der Unfallversicherer 100 Prozent Mitwirkungsanteil an und verweigerte die Leistung. Da man sich außergerichtlich nicht einigen konnte ging der Fall vor Gericht. Sowohl in erster Instanz wie in der Berufung erlitt der Kläger Niederlagen. Sodass er den BGH zur Revision anrief.

Der BGH kam zu dem Ergebnis, dass Abnutzungs-, Verschleiß- oder Schwächeerscheinungen, die innerhalb des altersbedingten Normalzustandes liegen, keine Gebrechen im Sinne der Allgemeinen Bedingungen für die Unfallversicherung sind. Das zu beurteilen ist allerdings Sache von Sachverständigen. Im Falle des Handwerkers hänge es daher vom Einzelfall ab, ob und wenn ja, in welchem Umfang  ein Unfallversicherer zur Leistung verpflichtet ist.

Ein solches Verfahren kannst Du Dir mit einem Satz in den Versicherungsbedingungen sparen:

Auf eine Leistungskürzung bei Mitwirkung von unfallunabhängigen Krankheiten oder Gebrechen wird verzichtet.

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vor 2 Jahren · von · Kommentare deaktiviert für So löchrig ist die Sozialversicherung – Unfallversicherung

So löchrig ist die Sozialversicherung – Unfallversicherung

Wer auf dem Weg zur Arbeit sein Auto betankt, hat keinen Versicherungsschutz über die gesetzliche Unfallversicherung – der Berufsgenossenschaft. Das geht aus einem Urteil des Bundessozialgerichtes vom 30.01.2020 (Az: B 2U 9/18 R) hervor.

Weil die gesetzliche Unfallversicherung den direkten Weg zur Arbeit Versicherungsschutz gewährt, sollte man davon ausgehen können, dass das betanken des Fahrzeugs keine Unterbrechung des Arbeitsweges darstellt. Leider haben die Richter des Bundessozialgerichtes das anders gesehen.

Der Fall

Die Klägerin befand sich auf dem Weg von Ihrer Arbeitsstätte auf dem Weg nach Hause, die Reichweite der Tankfüllung genügte noch für 70 km, der Heimweg betrug 75 km. Nach dem Tankvorgang rutschte die Frau aus und zog sich eine komplizierte Fraktur des Sprunggelenkes zu. Für Ihren Leistungsanspruch wandte sich die Klägerin an die Berufsgenossenschaft, diese verweigerte die Leistung. Es folgte ein Rechtsstreit über mehrere Instanzen – vor dem Bundessozialgericht erlitt die Klägerin dann eine bittere Niederlage.

So das Gericht

Die Klägerin habe zwar grundsätzlich unter dem Versicherungsschutz nach §2,3 oder 6 SGB VII gestanden, doch hat die Klägerin diesen Weg durch das Betanken ihre privaten KFZ mehr als nur erheblich unterbrochen. Tanken bedeutet demnach eine privatwirtschaftliche Verrichtung, die nicht unter dem Schutz der Wegeunfallversicherung steht. Die Argumentation, dass eine Vorbereitungshandlung vollzogen würde ließen die Richter nicht zu, da Vorbereitungshandlungen in einem besonders engen, zeitlichen, sachlichen und örtlichen Bezug stehen müssen. Das Anhalten, Aussteigen, Betanken und Bezahlen bedeutet vielmehr eine äußerlich beobachtbare und vom Zurücklegen des Weges deutlich unterscheidbare neue Handlungssequenz – so die Richter.

Das Bundessozialgericht hob im Urteilstext extra hervor, dass mit dem Urteil die bisherige Rechtspraxis gekippt werde.

Da wir immer mehr Rechtsstreitigkeiten mit den Sozialversicherungen feststellen empfehlen wir eine Rechtsschutzversicherung, denn der Weg durch die Instanzen ist ein finanzieller Kraftakt – im besonderen Fall sollten wir Ihre Arbeitskraftabsicherung (Unfallversicherung sowie Berufsunfähigkeit) besprechen

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